annini im …

Interview für Chic Belgique.


Employé Du Mois im Mai 2010: Anja Egener, Modedesignerin

Anja Egener

Falls Sie’s noch nicht wussten und auch nicht zu fragen wagten: „Nini“ ist Hawaiianisch und bedeutet hübsch. Man hänge nun die Silbe „an“ davor und fertig ist die Wortkreation „annini“, ebenso hübsch, pardon, „nini“ wie das Modelädchen in der Bismarckstraße 56-62, das sie bezeichnet. Die Silbe „An“ dient zugleich dem Namen „Anja“ als Anfangsbuchstaben, und damit wären wir bei der Besitzerin des Lädchens: der Mode- und Schmuckdesignerin Anja Egener (31).

Anja ist ein Kind ihrer – dieser – Zeit. Das merkt man unter anderem daran, dass sie außer der Website ihres Ladens annini.de unter http://www.annini-blog.de auch ein Internet-Tagebuch führt. Darauf schreibt sie hübsche, Verzeihung, ninieske Sätze wie diesen: „Dadurch, dass ich alle meine Hobbies zu meinem Beruf gemacht hatte, hatte ich irgendwie auf einmal keins mehr.“

Dafür hat sie etwas, was sonst niemand hat, nicht einmal die schönste und umschwärmteste Maikönigin: ein eigenes Birkenwäldchen. Die schwarz-weißen Stämme zieren die üppige Auslage und den Verkaufsraum von „annini“ und erfüllen wie nebenbei ihren Zweck als Kleiderständer. Im „annini“ ist also das ganze Jahr hindurch Wonnemonat Mai. Hübsch, oder?

CHIC BELGIQUE: Was gibt es bei „annini“ zu kaufen?

ANJA EGENER: Hauptsächlich Röcke und Kleider, die ich selbst entwerfe und fertige, dazu Taschen und kleinere Accessoires und Silberschmuck. Und kleine Stoffhasen für die Kinder. Ich lade meine Kunden ein, die einzelnen Teile ganz nach ihrem eigenen Geschmack zusammen zu stellen oder auch selbst Stoffe mitzubringen, die ich dann schneidere.

Wer sind deine Kunden?

ANJA: Junge Frauen so etwa ab 25 Jahren, im Besonderen oft auch junge Mütter.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

ANJA: Schlicht in den Formen, aber verspielt in den Farben. Dieses Konzept gilt für den gesamten Laden.

Woher beziehst du deine auffällig bunten Stoffe?

ANJA: Die meisten Stoffe finde ich in Holland, auf dem Markt in Herlen. Die haben eine viel bessere Auswahl als hier in Deutschland, und die Preise sind auch deutlich erschwinglicher.

Wo findest du deine Ideen?

ANJA: Meistens beim Spaziergang durch andere Städte. Demnächst will ich mich mal wieder in London umsehen, die haben auch ein tolles Angebot an Stoffen dort. Meine Traumstadt aber ist Barcelona. Meine Diplomarbeit an der Kunstakademie Maastricht habe ich über Gaudi geschrieben.

Was sind deine nächsten Ziele?

ANJA: Ich möchte versuchen, wenigstens zweimal im Jahr eine kleine Kollektion herauszubringen. Für mehr fehlt die Zeit. Und vielleicht bald auch jemanden einstellen zu können, der mir bei Nähen hilft. Dann hätte ich mehr Ruhe und Zeit für meine Kunden, denn das macht mir auch Spaß.

Deshalb auch dein Angebot der Nähparties?

ANJA: Ja, genau. Das ist sowas wie die gute alte Tupperparty. Ich komme zu den Leuten nach Hause, und am Ende hat sich jeder sein eigenes Stück geschneidert.

Verrate uns noch, zu guter Letzt: Wie bist du auf den Namen „annini“ gekommen?

ANJA: Das kann man schlecht erzählen. Vielleicht so viel: Er ist mir im Traum eingefallen.

Einfach so?

ANJA: Einfach so.

Hübsch!

Das Gespräch führte Sebastian Züger.

„annini“ ist dienstags bis freitags von 12.30 bis 18.30 Uhr und samstags von 13 bis 17.30 Uhr geöffnet – sowie nach Vereinbarung.

www.annini.de

www.annini-blog.de

www.nähparty.de

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